Beratungsangebote

1.Heterogenität im Unterricht – Methoden und Praxisbeispiele für kooperatives und individualisiertes Lernen

In allen Schularten  berichten Lehrkräfte immer häufiger  von Kindern und Jugendlichen, deren Fähigkeiten und Interessen sich in einem breiten Spektrum unterscheiden. Diese zunehmende Heterogenität macht vielen im Unterricht zu schaffen. Die Umsetzung der Inklusion und weitere bildungspolitische Entwicklungen stellen für viele Lehrkräfte eine zusätzliche Herausforderung dar.

Welche Strategien sind wirksam, um Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern und gleichzeitig Lehrkräfte nicht zusätzlich zu belasten?

Ziel dieses Seminars ist es, konkrete Maßnahmen zum konstruktiven Umgang mit Heterogenität zu entwickeln ohne dabei die Arbeitsbelastungen der    Lehrkräfte weiter zu erhöhen.

Sie erhalten bewährte Instrumente und Profi-Tipps, die den Schulalltag spürbar entlasten.

Seminarinhalte

  • Lernen in homogenen und heterogenen Lerngruppen
  • Merkmale lernwirksamen Unterrichts (nach Prof. A. Helmke)
  • Konstruktiver Umgang mit Heterogenität
  • „Dramaturgie“ des Kooperativen Lernens
  • Unterricht in heterogenen Lerngruppen beobachten und bewerten (Videosequenzen)
  • Lernen fördern – Lehrer entlasten  (Umsetzungsmöglichkeiten)
  • Transfer in den Schulalltag


2. Effiziente Klassenführung – Präventiver Umgang mit
Unterrichtsstörungen, Beziehungsförderung und Motivation

Lernprozesse von Schülerinnen und Schülern sind nur dann erfolgreich,  wenn der Unterricht möglichst störungsarm verläuft und echte, aktive Lernzeit gesichert ist. Mit dem Einsatz des Unterrichtskonzeptes  „Effiziente Klassenführung“ lernen die Schülerinnen und Schüler klare Verhaltensregeln für den Unterricht. So werden Störungen präventiv verhindert und motivierende, anregende, aktive Lernprozesse ermöglicht.

Das Angebot umfasst  bewährte Instrumente und Methoden, die die Schüleraktivität erhöhen und  präventiv Unterrichtsstörungen vorbeugen.

Seminarinhalte

  • „Classroom Management“  und „effiziente Klassenführung“ – allgemeine Begriffsbestimmung, Ziele, Unterschiede und Gemeinsamkeiten
  • Bedeutung der Konzepte für den Lernerfolg
  • Merkmale lernwirksamen Unterrichts (nach Prof. Dr. A. Helmke)
  • Reibungsloser Ablauf von Lehr-Lernprozessen
  • Präventiver Umgang mit Störungen und Motivation
  • Beziehungsförderung und -gestaltung
  • Strategien für ein erfolgreiches Klassenmanagement
  • Transfer in den Unterrichtsalltag

 

 3. Lernförderliche Leistungsbewertung  –  „Dramaturgie“ des Kooperativen Lernens

In vielen Bereichen ist die schulische Leistungsbeurteilung noch von tradierten Gewohnheiten geprägt und  von einer metrischen Leistungsmessung dominiert. Dann steht in Prüfungssituationen die Überprüfung von Wissen im Zentrum – und nicht das kompetenzorientierte Lernen. Seit einigen Jahren etablieren sich zunehmend neue Formen der Leistungsbewertung. Ursächlich kann das mit der Einführung der Kompetenzbeschreibungen begründet werden.

Die lernförderliche oder formative Leistungsbeurteilung erfolgt grundsätzlich während des Lernprozesses, die summative Leistungsbeurteilung steht am Ende einer Unterrichtseinheit.

Stichwörter für neue Formen der Leistungsbeurteilung sind  z.B. Feedback, Präsentationen, Portfolios und Kompetenzraster. Im Kontext mit der Struktur des Kooperativen Lernens lernen die TeilnehmerInnen  effektive Möglichkeiten, Schülerleistungen zu überprüfen und lernförderlich zu bewerten.

Seminarinhalte

  • Eine gute Schule – was ist das?
  • Merkmale lernwirksamen Unterrichts (nach Prof. Dr. A. Helmke)
  • „Dramaturgie“ des Kooperativen Lernens
  • Lehrerverhalten beim kooperativen Lernen
  • Neue Formen der Leistungsbeurteilung (z.B. Lerntagebuch, Portfolio, Kompetenzraster)
  • Leistungsbeurteilung und Lernbegleitung beim Kooperativen Lernen (Methodenkoffer)
  • Lernförderliche Aufgabenformate
  • Formative und summative Verfahren zur Leistungserfassung
  • Formatives Feedback und Lerncoaching (Instrumente)

 

 

 4. Schulprogramm und Leitbild – Ihre Orientierungshilfe im Prozess der Schulentwicklung

Ein gutes Schulprogramm ist ein Arbeitsprogramm, das die Schule und ihre Entwicklung repräsentiert und steuert. Es wird von allen Beteiligten gemeinsam erarbeitet und setzt einen Verständigungsprozess über Inhalte und Ziele voraus.

Im Mittelpunkt eines Schulprogramms stehen die kurz- und mittelfristigen unterrichtsbezogenen Entwicklungsziele.

Es hat sich bewährt,  die Arbeit an einem Schulprogramm mit einer Bestandsaufnahme und  einer Stärken- und Schwächenanalyse zu beginnen. Die daraus resultierenden  Schlussfolgerungen führen zur Erstellung eines  Leitbildes, alternativ zu Leitsätzen, die die  kollegiale pädagogische Grundhaltung und die erzieherischen Grundsätze sichtbar machen.

Entwicklungsziele sind der Kern eines Schulprogramms. Diese Entwicklungsziele „SMART“ zu formulieren und in eine verbindliche Maßnahmenplanung zu übertragen, ist  primäre Aufgabe des Seminars.

Seminarinhalte

  • Vom Nutzen eines Schulprogramms und Leitbildes
  • Bestandsaufnahme – Stärken und Schwächen Ihrer Schule (SWOT-Analyse)
  • Leitbild oder Leitsätze entwickeln
  • Entwicklungsziele auswählen und als Ziele SMART formulieren
  • Maßnahmen zur Umsetzung planen („Meilensteine“)
  • Evaluation vorbereiten
  • Erste Textfassung von Leitbild und Schulprogramm erstellen

5. Kollegiale Unterrichtsreflexion – Neue Impulse für die eigene Unterrichtsentwicklung

Die Kollegiale Unterrichtsreflexion mit anschließendem Feedback erachten Experten als eine wirksame Methode zur Unterrichtsentwicklung.                  Sie bietet der einzelnen Lehrkraft die Chance, vertraulich ihren Unterricht einzuschätzen und darüber zu reflektieren.

Die Beobachtung von Unterricht  mit anschließender Reflexion sichert und fördert die Professionalität und hilft, die aktuellen unterrichtlichen Herausforderungen besser zu bewältigen.

Kollegiale Unterrichtsreflexion setzt Freiwilligkeit voraus und benötigt günstige Rahmenbedingungen, die die Schulleitung gewährleisten soll.

Das Seminar vermittelt Strategien, wie die Kollegiale Unterrichtsreflexion an ihrer Schule erfolgreich eingeführt  und umgesetzt werden kann.

Seminarinhalte

  • Merkmale lernwirksamen Unterrichts
  • Handlungsfelder der Unterrichtsentwicklung
  • Kollegiale Unterrichtsreflexion (KUR) – was ist das?
  • Das Programm EMU als Instrument zur Kollegialen Unterrichtsreflexion
  • Erarbeiten von Strategien zur Implementierung von KUR in Ihrer Schule
  • Kennenlernen und Anwenden von Instrumenten zu Feedback und Evaluation
  • Bei Bedarf: Reflexion über die Rolle des Kollegiums und der Schulleitung in Veränderungsprozessen

6. Quereinsteiger – so gelingt der Einstieg in einen neuen Beruf

In den Schulen in Deutschland fehlen Lehrerinnen und Lehrer. Die Prognosen beschreiben einen signifikanten Lehrermangel bis 2030.

Allein an Grundschulen fehlen in den nächsten Jahren mehr als 35000 Lehrkräfte. Viele Bundesländer besetzen die freien Stellen mit  Quer- bzw. Seiteneinsteigern. Beispielsweise ist in Berlin fast jede zweite neu eingestellte Lehrkraft nicht voll ausgebildet.

Für die meisten Quereinsteiger ist der Wechsel in einen neuen Beruf eine gewaltige Herausforderung. Neben dem „Handwerkszeug“ fehlen ihnen Erfahrung und die Sicherheit pädagogischen Handelns.

Hier setzt das Seminarangebot an.  Anhand theoretischer und praktischer Beispiele bietet es Anregungen und Handlungsmöglichkeiten, die zu einem erfolgreichen Start in den neuen Beruf verhelfen.   Berufsanfänger schaffen es dann besser, sich problemlos in den laufenden Schulbetrieb einzufügen.

Seminarinhalte

  • Wegweiser durch die Schule; ein Schul-ABC
  • Kompetenzen eines „guten“ Lehrers – und wie man sie erwirbt
  • Merkmale lernwirksamen Unterrichts
  • Unterricht vorbereiten, durchführen und nachbereiten / eine Checkliste
  • Aufgaben – der Treibstoff im Unterricht
  • Eine Klasse effizient führen / Classroom-Management
  • Wie es gelingt, eine Beziehung zur Lerngruppe aufzubauen
  • Handlungsleitfaden zum Umgang mit Störungen und Konflikten / Regeln und Routinen implementieren
  • Die 10 Todsünden eines Lehrers – und wie man sie vermeidet